Corporate Identity im Einzelunternehmen - Delicious Design
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Corporate Identity im Einzelunternehmen

Wir Solounternehmer möchten mit dem, was wir gerne tun und gut können erstens unseren Kunden einen Mehrwert bieten und – ja, natürlich! – unsere Brötchen verdienen. Marketing ist dabei für viele von uns ein eher notwendiges Übel. Oft wird damit ein negativ eingefärbtes „Sich verkaufen müssen“ assoziiert und weil es vielen sowieso nicht so leicht fällt, sich „da draußen“ zu zeigen, wird gern ein großer Bogen um das ganze Thema gemacht.

Das ist sehr schade, denn gerade für Einzelunternehmen und Selbstständige ist eine gut angelegte Corporate-Identity-Strategie, die ja Teil des Marketings ist, so unglaublich wichtig.

Laut BMWI (Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie) ist das „fehlende Unternehmensgesicht“ einer der größten Fehler bei der Gründung: „Unternehmen verstehen sich oft lediglich als Produkt- und Dienstleistungsanbieter. Sie übersehen dabei, dass sie vom Kunden nie allein, sondern als komplexes Ganzes gesehen werden.“

Authentisches Marketing ist eine für beide Seiten sehr erfüllende Kommunikationsform.
Veit Lindau

 

Um was geht es eigentlich?

Beschäftigt man sich ein bisschen mit Marketing, merkt man schnell, dass es in diesem Bereich geradezu wimmelt von Fachausdrücken. CI, Branding, Corporate Design … Alles schicke Begriffe, die einer Unterhaltung über das leidige Thema „Sich-Verkaufen-Müssen“ interessante Würze geben.

Um ein bisschen Licht in das Dickicht dieser Termini zu bringen, erkläre ich die Wichtigsten hier mal ganz kurz und knapp und versuche außerdem, den Bogen zu uns Einzelunternehmern zu spannen und herauszuarbeiten, worauf es für uns wirklich ankommt.

 

Du bist eine Marke!

Eine Marke kann als die Summe aller Vorstellungen verstanden werden, die ein Markenname oder ein Markenzeichen bei Kunden hervorruft bzw. beim Kunden hervorrufen soll, um die Waren oder Dienstleistungen eines Unternehmens von denjenigen anderer Unternehmen zu unterscheiden. (Gabler Wirtschaftslexikon)

OK, deine Marke positioniert also dein Produkt, bzw. deine Dienstleistung. Außerdem macht sie dich unterscheidbar. Sie grenzt dich von deinen Mitbewerbern ab, zeigt deine ganz eigenen Besonderheiten und schafft Identifikation mit deiner Zielgruppe.
Richtig stark wird deine Marke aber erst durch dich, denn du bist es, die täglich in ihrem Namen handelt!

>> Du musst deine Marke richtig gut kennen, um sie auf die bestmögliche Art und Weise zu präsentieren.

 

Was versteht man unter Corporate Identity (CI)?

Bei diesem häufig verwendeten Terminus, der fälschlicherweise oft nur auf das Logo eines Unternehmens reduziert wird, geht es um die unverwechselbare, authentische Identität. Aber auch um das Selbstverständnis und die Persönlichkeit des Unternehmens. Um die sowohl nach innen wie natürlich auch nach außen kommunizierten und gelebten Werte. Es geht darum, das eigene Bild und die Fremdwahrnehmung in Übereinstimmung zu bringen. Eine stimmige Corporate-Identity-Strategie ist auf jeden Fall der essenzielle Punkt einer Unternehmensausrichtung.

>> Corporate Identity steht für den Gesamteindruck, den du hinterlässt.

 

Corporate Identity Zitat Delicious Design

Bestandteile der Corporate Identity

  • Kommunikation (Corporate Communication)
  • Verhalten (Corporate Behavior)
  • Visuelles Erscheinungsbild (Corporate Design)

 

Corporate Design

Dieser Part der Corporate-Identity-Strategie ist natürlich mein Lieblingsthema :-). Ein gutes Corporate Design passt zu dir und deinem Unternehmen wie ein perfekt sitzendes Kleid, das extra für dich, deinem Typ entsprechend, maßgeschneidert wurde. Mit so einem Outfit fühlst du dich niemals verkleidet, sondern gestärkt und du zeigst dich gerne. Wenn du dich in deinem Kleid wohlfühlst, bzw. mit deinem Corporate Design identifizieren kannst, gelingt dir ein überzeugender Auftritt.

>> Corporate Design spiegelt die Persönlichkeit und den Charakter deines Unternehmens wider. 

Gutes Corporate Design ist

  • eindeutig
  • ästhetisch
  • funktional
  • emotional
  • langlebig

 

Was ist der Unterschied zwischen CI und Branding?

Die beiden Begriffe werden oft synonym verwendet. Das Corporate Branding ist jedoch eine Weiterentwicklung des Begriffs der Corporate Identity: Es reicht heute nämlich einfach nicht mehr aus, die Identität eines Unternehmens zu definieren und dann mit den passenden Designelementen zu kommunizieren. Deshalb geht Branding noch ein paar Schritte weiter. Es befasst sich damit, wie die Menschen über das Unternehmen denken. Welche Gefühle haben die Leute, wenn sie dort etwas kaufen?

>> Beim Branding geht es verstärkt darum, welche Gefühle deine Kunden bezüglich deines Unternehmens haben, aber auch darum, inwieweit sie dir und deinen Produkten oder Dienstleistungen Vertrauen schenken.

 

Corporate Identity im Einzelunternehmen

Bei uns Einzelunternehmern ist die Unternehmens- und Produktmarke meistens identisch. Die Grenze zwischen Corporate Identity und Corporate Branding ist „schwammig“. Für mich liegt der Unterschied vor allem darin, dass wir als Solopreneure in einer Person so viele Funktionen im Unternehmen innehaben und repräsentieren. Wir sind das Unternehmen. Und wir können nur das glaubhaft kommunizieren, was mit unseren eigenen Werten übereinstimmt. Womit wir uns selbst identifizieren und was wir dann schlussendlich auch wirklich selbst leben. Personal Branding ist für uns Solisten der Schlüsselbegriff.

 

Personal Branding

Hier liegt für mich der Schlüssel für gutes Marketing im Einzelunternehmen.

Die Unternehmerin steht stark im Vordergrund. Es geht darum, ihre Persönlichkeit, ihre Kompetenz und ihre Leistung gleichermaßen erfolgreich nach außen zu kommunizieren. Und an dieser Stelle schließt sich auch der Kreis zum Anfang dieser Ausführungen, wir sind wieder bei der „Marke Ich“:

>> Als Einzelunternehmerin bist du eine Marke.

  • Du hast eine klare Botschaft
  • Du weißt über deine Stärken Bescheid und kannst sie in deinem Business gut einsetzen
  • Du kennst deine Werte und legst diese deinem Handeln zugrunde
  • Du hast eine Vision für dein Unternehmen und somit immer das „große Bild“ als Wegweiser vor Augen
  • Du kannst in verständlichen Worten kurz und klar erklären, was dein Unternehmen ausmacht
  • Du bist für deine Zielgruppe (wieder)erkennbar durch
    • dein äußeres Erscheinungsbild (Logo, Website, Flyer etc.)
    • deine Sprache
    • dein Auftreten

 

Wenn du magst, dann nimm diese Aufzählung doch mal für dich als Checkliste und überprüfe, bei welchen dieser Punkte du einen Haken setzen kannst und welche evtl. noch etwas mehr Aufmerksamkeit deinerseits gebrauchen könnten.

Es interessiert mich sehr, wie es dir in Sachen (Selbst-)Marketing geht! Schreib mir doch einfach mal in den Kommentaren, wo du stehst, mit welchen Punkten du vielleicht noch Schwierigkeiten hast und was du sonst noch so über dieses spannende Thema wissen möchtest. Ich freue mich!

Und weil ich weiß, dass dieses Thema für viele von uns schwierig ist, bin ich gerade dabei, ein Branding-Workbook zu entwickeln, das dir helfen wird, diesen ganzen Prozess einfach und lustvoll zu durchschreiten, so dass es dir richtig Spaß machen wird, dich zu zeigen!

Das Worbook wird es als kostenlosen Download für meine Newsletter-Abonnenten geben. Du kannst dich in der rechten Seitenleiste hier auf dem Blog jetzt bereits dafür anmelden. Ich werde, wenn es dann wirklich soweit ist, natürlich nochmal darauf aufmerksam machen.

 

Bleib einzigartig!

 


 

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