Delicious Design Kurskorrektur - Den Fokus schärfen

Kurskorrektur: Wie du den Fokus wieder scharfstellst

Ganz bestimmt kennst du das auch: Die ToDo-Listen werden ständig länger statt kürzer, neue Ideen rufen permanent und mit freudiger Aufgeregtheit „Na los, setz’ mich um!“, Projekte wollen durchgeführt, Rechnungen überwiesen, Geburtstagsgeschenke gekauft, Essen gekocht und Anrufe getätigt werden.

Wie war das nochmal mit der Zeit, die ich mir für die Arbeit AN meinem eigenen Business nehmen wollte?

Ende Januar hatte ich über dieses Thema ja bereits geschrieben und ein paar gute Tipps vorgestellt. Jetzt, gute zwei Monate später, muss ich leider kleinlaut gestehen, dass das für mich (noch) nicht zufriedenstellend funktioniert.

Eine zeitlang habe ich mich selbst beschwindelt und das Nichteinhalten meiner eigenen Tipps und den damit einhergehenden Overwhealm immer nur auf die „momentanen“ äußeren Umstände geschoben. Liegt ja auf der Hand, dass in heißen Projektphasen mehr Arbeitsstunden anfallen, als geplant. Vor allem, wenn man gleichzeitig einen Selbstlernkurs entwickelt und launcht. Eigentlich logisch. Oder?

Irgendwas ist immer

Aber weißt du was? Es mag jetzt abgedroschen klingen, aber irgendwas ist doch immer! Auch wenn solche Peaks meist einen Termin haben und somit ein Ende abzusehen ist, steht ja das nächste Projekt und damit die nächste Deadline längst vor der Tür. Meistens überschneidet sich ja sowieso alles und starke Nerven und Improvisationstalent sind immer gefragt.

Fakt ist, dass es hier im Hause Delicious Design nach wie vor keine arbeitsfreien Wochenenden gibt.

Auch hat es sich nicht bewährt, die verschiedenen Aufgaben auf bestimmte feste Tage zu verteilen. Es ist nicht immer fast nie möglich, Kundenprojekte entsprechend zu terminieren, und irgendwie war mir das insgesamt auch einfach zu eng. Ich brauche da mehr Freiheit.

Ok, genug gejammert.
Ein neuer Plan muss her, es ist Zeit für eine Kurskorrektur!

Do less with more focus - Delicious Design Kurskorrektur

Den Fokus wieder scharfstellen

Um Korrekturen am Kurs vornehmen zu können, ist es nötig, sich erstmal wieder an die eigene Vision zu erinnern, sich das große Bild vor Augen zu führen. Wo soll’s denn eigentlich hingehen? Daraus lassen sich dann, quasi in der Rückwärtsschau, Milestones definieren. Und aus diesen ergeben sich folgerichtig Prioritäten.

Beim Fokussieren geht es also vor allem um die Entscheidung, was hinten runter fallen muss. Puh. Ist zwar durchaus logisch, aber auch hart.

Die Frage aller Fragen muss lauten: Was ist wirklich wichtig? Was ist wesentlich?
Weiter unten findest du dazu meine magischen Fragen. Sie helfen, der Antwort auf die Spur zu kommen.

Wenn man das für sich geklärt hat, braucht es das Commitment, sich darauf (und erstmal nur darauf) zu konzentrieren. Das bedeutet, anderes wegzulassen.

In meinem Fall ist das dabei herausgekommen:

Kurskorrektur

1. Pausen und freie Wochenenden
Von selbst passiert hier erwiesenermaßen gar nix. Folglich mache ich das Projekt „Freies Wochenende“ zur Chefsache und werde mich ab jetzt von Freitagabend bis Montagfrüh vom Schreibtisch fernhalten. Um mein sorgenvolles Ego, das natürlich sofort DAS. GEHT. NICHT. schreit, zu beruhigen, mache ich das jetzt erstmal für eine Testphase von 4 Wochen. Danach wird wieder draufgeschaut und neu bewertet. Und weil ich wahrscheinlich den kalten Entzug brauche, werde ich tapfer mit dem kommenden Osterwochenende starten und somit vier (VIER!) Tage am Stück nicht arbeiten.

2. Team D
Es gibt große Neuigkeiten! Heute aber nur soviel: Ich bin gerade dabei, mir ein kleines, feines Delicious Team zur Unterstützung aufzubauen. Die Anfänge sind vielversprechend und ich werde bald ausführlich berichten!

3. Standards und Prozesse
Unglaublich, aber leider wahr: Weil meine Zeit immer so knapp ist, war ich bis vor kurzem sehr nachlässig damit, mir für wiederkehrende Arbeitsabläufe und Prozesse standardisierte Vorlagen zu erstellen. Vereinfacht gesagt, fehlte mir immer (kurzfristig) die Zeit für Aufgaben, mit denen ich (langfristig) viel Zeit sparen kann. What? Ja, ich weiß, das zeugt nicht gerade von Intelligenz, aber … hm. Inzwischen bin ich dabei, sinnvolle und tragfähige Strukturen zu schaffen und mir u.a. mit E-Mail-Vorlagen und mehr oder weniger standardisierten Ablaufplänen den Workflow zu vereinfachen. Anregungen und Ideen habe ich mir z.B. in diesem Onlinekurs geholt.

4. Social Media
Spannend war und ist das erste Zwischenergebnis aus dem Zeit-Tracking: Neben Kundenprojekten und Olinekurs geht ein großer Teil meiner Zeit für das Erstellen von Facebook-Posts drauf. Mir war zwar klar, dass ich hier viel investiere, aber soviele Wochenstunden? Das hat mich dann doch überrascht und mir einen ziemlichen Dämpfer verpasst.

Meine täglichen Posts mit eigenen, extra erstellten Bildern und Videos, fressen viele, viele Stunden. Und, ja, ich liebe es, Inhalte zu erstellen und diese visuell ansprechend aufzubereiten. Aber diesen immensen Zeitaufwand kann ich mir nicht weiterhin leisten, wenn ich z.B. meinen Plan vom freien Wochenende umsetzen möchte.

Ganz klar, hier beginnt natürlich ein (Teufels)kreis: Wir brauchen ja alle Reichweite und Sichtbarkeit, um bekannt zu werden, um die richtigen, passenden Menschen anzusprechen und letztendlich natürlich auch, um unsere (digitalen) Produkte zu verkaufen. Daran ist nix verkehrt, genauso funktioniert das. Aber muss es wirklich immer so aufwändig sein? Könnte etwas weniger eventuell „gut genug“ sein? Ich bin ein bisschen müde von dieser täglichen Posting-Routine. Ich brauche eine Pause. Und die gönne ich mir jetzt: Ich werde mich auf diesem Gebiet ein bisschen zurückziehen und eine zeitlang etwas stiller sein.

Beim Fokussieren geht es vor allem um die Entscheidung, was hinten runter fallen muss.

Durch diese kleinen und großen, akuten und langfristigen Korrekturen an meinem Kurs, gewinne ich Luft und etwas dringend benötigten (Frei)Raum.

Den möchte ich u.a. nutzen, um mich mal wieder ausführlicher mit meiner eigenen Positionierung zu beschäftigen. Wo stehe ich? Wo will ich hin? Wie könnte ich den vielen tollen Solounternehmerinnen da draußen noch besser mit ihrem Branding, ihrem Unternehmensauftritt helfen? Was kann ich wie beitragen, was noch zusätzlich anbieten, um den Branding-Prozess für sie weiter zu vereinfachen?

Um das alles zu klären und meine vielen schönen Ideen diesbezüglich zu strukturieren und weiter auszuarbeiten, werde ich meinen Kurs ZEIG’ DICH – Brand Identity wieder mal selbst intensiv durcharbeiten. Denn auch ich entdecke da natürlich immer wieder etwas Neues und bin jedesmal richtig happy, weil er so gut funktioniert und mir in so vielerei Hinsicht immer wieder Klarheit schenkt.

Magische Fragen für eine erfolgreiche Kurskorrektur

Um neue Koordinaten für die Kurskorrektur zu erstellen sind diese Fokus-, bzw. Kraftfragen extrem unterstützend. Vielleicht helfen sie auch dir, Klarheit über deinen Kurs zu gewinnen:

  • Was ist gerade am Allerwichtigsten
  • Was ist die logische Konsequenz?
  • Worauf setzt du deinen Fokus?
  • Was muss warten?
  • Was lässt du los, was fällt weg?
  • Wie möchtest du dich fühlen, während du einer Tätigkeit nachgehst?
  • Was heißt es für dich, dich wirklich _______ zu fühlen?
  • Woran erkennst du, dass du dich _______ fühlst?
  • Was ist demnach dein nächster Schritt?

 

Mit diesen Fragen stellst du den Fokus wieder scharf.

Genau das mache ich jetzt auch. Ich nehme diese Fragen mit in mein freies Osterwochenende, kläre erneut mithilfe meines Kurses für was ich wirklich stehe, feile an meiner Positionierung und genieße den Frühling.

Das ist der Plan.
Ein guter, wie ich finde!

Und du? Gibt es auf deinen langen Listen irgendetwas, das du streichen kannst, vielleicht ja auch nur vorübergehend, um wirklich Wichtiges wieder in den Fokus zu rücken?

Ich freue mich, wenn du mir in den Kommentaren schreibst, wie es dir hinsichtlich deines Fokus‘ und einer eventuell anstehenden Kurskorrektur geht!

 

Bleib‘ einzigartig!

 


 

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