Meine Kinder frühstücken nicht.

Das war nicht immer so. Als sie noch jünger waren gab es mit dem Frühstücken keine Probleme. Auf jeden Fall keine, an die ich mich erinnere. Mit dem Lauf der Zeit mussten sie jedoch immer öfter gezwungen überredet werden, etwas zu sich zu nehmen, bevor sie aus dem Haus gingen. Pausenbrote waren kein Thema und wurden (meist) vollständig verputzt, aber das Frühstück …
Den weltbesten Ehemann sorgte das im Gegensatz zu mir nie, ist er doch bereits seit frühester Jugend ein bekennender Kaffee- (und nur Kaffee!) Frühstücker: „So früh KANN man einfach nichts essen.“

Ich bin ein ausgewiesener Frühstücksfan. Ich esse überhaupt sehr gerne, aber dem Frühstück gebührt seit jeher ein besonderer Platz in meinem Herzen Bauch. Frühstück! Das ist der Start in einen neuen, vielversprechenden Tag, die köstliche „Brücke“ zwischen meinem Familien-Ich und meiner Arbeit. Frühstück ist mein geliebtes Porridge-Müsli mit Obst, mein Guten-Morgen-Brot mit Honig oder mein Joghurt mit Leinöl und frischen Früchten. Frühstück ist eine große Bol mit wunderbar duftendem Kaffee und extraviel Milchschaum obendrauf oder mein besonders geliebter grüner Ingwer-Zitrone-Tee.

Dieses mein Frühstücksgen haben meine Kinder offensichtlich nicht geerbt.

Nichts half. Nicht das frühmorgens liebevoll zusammengerührte Müsli mit frisch geschnittener Obstvielfalt, nicht die bekannten und mit großem Aufwand beworbenen Zerealien (nein, nicht mal die coolsten Stickertatoos, winzige Urzeitkrebse oder gar Luke Skywalker in schreiend bunten Packungen konnten locken). Auch nicht wunderhübsche, mit Plätzchenformen ausgestochene Brote mit Lieblingsmarmelade beschmiert oder ein winziges Schälchen Joghurt, sehr ansprechend mit Spritzern von Honig und einer prallen Erdbeere dekoriert.
Als der Jüngste am Schluss sogar das Nutella-Toastbrot liegenließ, musste etwas geschehen.

Die Lösung offenbarte sich uns in Form von cremig püriertem, mit Wasser oder Saft verdünntem Obst!

Ich mache die Smoothies im Thermomix. Die Zubereitung ist mit jedem guten (Stand-)Mixer möglich und funktioniert eigentlich immer gleich: Zuerst kommt etwas Flüssigkeit in den Behälter, es folgen Früchte nach Belieben, sehr gerne z.B. auch bereits etwas unansehnliche, sommersprossige Bananen. Orangen presse ich immer vorher aus, die Äpfel befreie ich vom Kerngehäuse, schäle sie aber (im Gegensatz zur Banane :-)) nicht. Beim Thermomix steigere ich die Geschwindigkeit dann langsam von 1 auf 10 und lasse das Ganze bis zu 60 Sekunden weitermixen. Am Schluss muss man die Konsistenz überprüfen und eventuell etwas Flüssigkeit (Wasser, Saft Kokoswasser) zugeben.

Die Rezepte reichen Immer für zwei Portionen und können natürlich ganz nach Belieben abgewandelt werden. Statt Joghurt kann man z.B. auch mal Kefir oder Buttermilch nehmen. Ein paar Löffel feine Haferflocken lassen sich auch gut mitpürieren, dann wird der Smoothie einfach dicker und sämiger. Statt Kokoswasser (bekommt man in gut sortierten Supermärkten oder im Bioladen) geht natürlich auch ganz normales Wasser oder ein fertiger Saft. Probiert einfach aus, was euch am besten schmeckt.

Habt einen guten Start in die Woche!

Tina